„Gsi.Tipps: Erfolgreiche Eigenprojekte – Hammer, Meißel und Happy End“

Sicherheit und Versicherungsschutz für Heimwerker: Worauf Sie achten sollten

Mit dem Frühling beginnt für viele Heimwerkerinnen und Heimwerker die Saison neuer Projekte im Garten oder am Haus. Ob es sich um den Bau eines neuen Gartenhäuschens oder die Erweiterung einer Terrasse handelt – bevor die Arbeiten beginnen, sollten bestimmte Aspekte des Versicherungsschutzes beachtet werden. Die Versicherungsexperten der ERGO, Janna Poll und Manuel Tatura, geben wichtige Hinweise, die sowohl die Sicherheit der Bauherren als auch die ihrer Helfer gewährleisten.

Grundlegende Absicherungen

Der zentrale Baustein für den Schutz von Privatpersonen während Bau- und Renovierungsarbeiten ist die Privathaftpflichtversicherung. Diese Versicherung greift, wenn Dritte durch die Arbeiten geschädigt werden, beispielsweise durch Stolperfallen oder herabfallende Gegenstände. Nach Angaben von Janna Poll sind kleinere Projekte bis zu einer Bausumme von 100.000 Euro in der Regel durch die Privat-Haftpflicht mitversichert. Daher ist es ratsam, vor Projektbeginn bei der Versicherung nachzufragen, ob und welche Risiken abgedeckt sind.

Für umfangreichere Projekte oder statische Eingriffe ist eine separate Bauherrenhaftpflichtversicherung vonnöten. Diese schützt vor Schäden, die durch umstürzende Bauwerke oder andere unerwartete Vorfälle entstehen können. Die Klärung des Versicherungsschutzes vor Projektbeginn ist hier besonders wichtig, um eventuelle Kosten im Schadensfall zu vermeiden.

Wohngebäudeversicherung und Elementarschäden

Die Wohngebäudeversicherung bietet Schutz für das Gebäude selbst sowie für fest verbaute Teile wie Dächer und Mauern. Poll erklärt, dass diese Versicherung Schäden durch Feuer, Wasser oder Sturm abdeckt. Für Gartenhäuser und andere Nebengebäude sollte im Vorfeld geklärt werden, ob sie automatisch mitversichert sind. Zudem empfiehlt sich der Abschluss einer Elementarschadenversicherung, die vor spezifischen Naturereignissen wie Überschwemmungen oder Erdrutschen schützt. Wer größere Umbaumaßnahmen plant, sollte auch hier frühzeitig mit seiner Versicherung in Kontakt treten, um den Schutz entsprechend anzupassen.

Absicherung für Eigenheimbesitzer und Helfer

Da die gesetzliche Unfallversicherung in der Regel nur für beruflich bedingte Unfälle gilt, gilt es, privat arbeitende Heimwerker abzusichern. Eine private Unfallversicherung kann hier von Vorteil sein, da diese nicht nur Behandlungskosten abdeckt, sondern auch Leistungen bei Invalidität oder nach entsprechenden Rehabilitationsmaßnahmen bietet. Tatura hebt hervor, dass diese Versicherung weltweit greift und somit auch beim Heimwerken im Ausland Schutz bietet.

Zusätzlich sollten auch die Helfer, sei es aus dem Freundes- oder Familienkreis, ausreichend versichert sein. Die Privathaftpflichtversicherung der Helfer sollte Gefälligkeitsschäden abdecken, und bei größeren Projekten empfiehlt es sich, die BG BAU zu kontaktieren, um zu klären, ob die Helfer unter den gesetzlichen Unfallschutz fallen.

Fazit: Sorgfalt ist der Schlüssel

Vor dem Start eines Bauprojekts ist es unerlässlich, eine umfassende Checkliste zu erstellen. Dies umfasst die Überprüfung der eigenen Privathaftpflichtversicherung, die Klärung, ob eine Bauherrenhaftpflicht benötigt wird, sowie die Information der Wohngebäudeversicherung über bevorstehende Projekte. Ferner sollte die eigene Absicherung durch eine private Unfallversicherung gewährleistet sein. Auch die Schutzmaßnahmen für Helfer sollten nicht vernachlässigt werden. Mit der richtigen Planung und dem passenden Versicherungsschutz steht dem Projekt im heimischen Garten oder am Haus nichts mehr im Wege.

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