Eigenregie-Projekte: Tipps für Erfolg und Freude

Versicherungsfragen beim Heimwerken: Eine wichtige Checkliste für Gartenprojekte

Mit dem frühlingshaften Erwachen der Natur steigt bei vielen Menschen die Vorfreude auf Heimwerkerprojekte. Ob das neue Gartenhaus oder eine erweiterte Terrasse – die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch bevor die ersten Werkzeuge zum Einsatz kommen, ist es unabdingbar, die entsprechenden Versicherungsfragen zu klären. Die Experten von ERGO betonen, dass eine umfassende Versicherung nicht nur für den eigenen Schutz, sondern auch für die Sicherheit von Dritten entscheidend ist.

Privat-Haftpflichtversicherung: Basis für jeden Heimwerker

Im Rahmen von Bau- und Renovierungsarbeiten spielt die Privat-Haftpflichtversicherung eine zentrale Rolle. Sie bietet den grundlegendsten Schutz, indem sie greift, sollten Dritte während der Arbeiten zu Schaden kommen, etwa durch stolpernde Besucher. Laut Janna Poll von ERGO sind kleinere Bau- und Sanierungsarbeiten bis zu einer Bausumme von 100.000 Euro in der Regel über diese Versicherung abgedeckt. Vor Beginn der Arbeiten sollten Heimwerker bei ihrem Versicherer nachfragen, welche konkreten Leistungen im Vertrag enthalten sind.

Bauherrenhaftpflichtversicherung: Notwendigkeit bei größeren Projekten

Bei umfangreicheren Arbeiten oder solchen mit statischen Veränderungen ist die Privathaftpflicht nicht immer ausreichend. Hier kommt die Bauherrenhaftpflichtversicherung ins Spiel, die beispielsweise Schäden abdeckt, die durch umstürzende Bauteile an Nachbargrundstücken entstehen. Dies ist besonders relevant, wenn das Projekt größere Dimensionen annimmt oder strukturelle Verstärkungen erforderlich sind.

Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung: Schutz für Immobilie und Garten

Zusätzlich zur Haftpflicht ist der Schutz des eigenen Wohngebäudes durch eine Wohngebäudeversicherung essenziell. Diese deckt Schäden an festen Bestandteilen des Hauses, wie Dach und Mauern, ab und schützt vor Elementarschäden, wie etwa durch Sturm oder Hochwasser. Es wird geraten, vor größeren An- und Umbauten den Versicherer zu informieren, um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz entsprechend angepasst wird. Ob Gartenhäuser automatisch mitversichert sind, hängt von der jeweiligen Versicherungspolice ab.

Absicherung für Heimwerker und ihre Helfer

Ein oft vernachlässigter Punkt ist die eigene Absicherung. Während die gesetzliche Unfallversicherung hauptsächlich im beruflichen Kontext greift, sind private Bau- und Renovierungsarbeiten in der Regel nicht abgedeckt. Eine private Unfallversicherung ist daher sinnvoll, um potenzielle Risiken abzusichern. Sie bietet Leistungen für Invalidität und Rehabilitation. Darüber hinaus sollten Heimwerker auch die Sicherheit ihrer Helfer im Blick haben. Die Freunde oder Familienmitglieder, die willkommenen Beistand leisten, sind oft auf eine eigene Haftpflichtversicherung angewiesen. Sollte Regulierungsbedarf bestehen, ist die BG BAU eine wichtige Anlaufstelle für Informationen über den gesetzlichen Unfallschutz.

Fazit: Versicherungscheck vor dem Start

Bevor mit dem Werkeln begonnen wird, ist es ratsam, eine umfassende Checkliste zur Versicherung zu erstellen. Diese sollte Folgendes beinhalten:

  1. Prüfung der Privat-Haftpflichtversicherung auf Inklusivleistungen und Bausummen.
  2. Klärung der Notwendigkeit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung bei größeren Projekten.
  3. Information der Wohngebäudeversicherung über geplante Änderungen.
  4. Sicherstellung einer privaten Unfallversicherung für sich selbst und die Helfer.
  5. Durchführung einer Überprüfung der Absicherung für die Helfer und Klärung bei der BG BAU.

Mit diesen Maßnahmen können Heimwerker beruhigter an ihr Projekt herangehen und Probleme durch unzureichende Versicherungsschutz vermeiden.

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